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Innehalten, aus dem Zeitfluss treten –

Silvia Hintermann-Huser spürt diesen Zustand in stillgelegten Spinnereiräumen auf und hält ihn fotografisch fest.
Ihre Aufnahmen sind in der vorliegenden Publikation Fadenbruch gesammelt.

Die verdichteten Texte von Klaus Merz nehmen den Faden auf und lassen Assoziationen aufscheinen. Sie stellen Fragen, irritieren oder öffnen Räume zu individuellen Bildern und Deutungen.
Silvia Hintermann-Huser malt mit ihren Aufnahmen das Innehalten im Zeitfluss, Klaus Merz schlägt Brücken zu unerwarteten Ufern.
Die Kunstkritikerin Annelise Zwez stellt das Buch in ihrer differenzierten Einleitung in einen grösseren Zusammenhang.

Der Begriff Fadenbruch bedeutet im Textilbereich einen Unterbruch im Spinn- oder Webprozess, verursacht durch das Reissen des Fadens. In der Baumwollspinnerei Kunz in Windisch ist der Faden gerissen.
Spuren der Vergangenheit in den brachliegenden Gebäuden sowie das Flüchtige dieser Erscheinungen sind Thema des Buches.
Die Künstlerin hat während vieler Monate im Spinnereiareal fotografiert, im wahrsten Sinn «mit Licht gemalt».
Die entstandenen Bilder sind geprägt durch Licht und Schatten. Spiegelungen und Durchblicke verweisen auf Gewesenes und Zukünftiges. Über das Dokumentarische hinaus werden die Dinge in neuem Licht gezeigt.